Tuning – CarHifi

Grundlagen

Serienlausprechergrössen

  • Amaturenbrett: 25 mm
  • Front: 140 mm / 155 mm (Mopf)
  • Heck: 155 mm
  • Hintere Türen: 100 mm

Technische Daten Serienlautsprecher

  • Hochtöner vorne links / rechts: 25 Watt, 5.000 – 25.000 HZ / 8 Ohm
  • Mitteltöner Türen vorne links / rechts: 25 Watt, 60 – 10.000 Hz / 4 Ohm
  • Mitteltöner Türen hinten links / rechts: 25 Watt, 120 – 15.000 Hz / 4 Ohm
  • Mitteltöner Heckablage links / rechts: 25 Watt, 40 – 150 Hz / 4 Ohm

Mögliche Einbauorte und Anzahl

Vormopf (Bj 93 – 97)

  • 2 x Amaturenbrett / Hochtöner
  • 2 x vordere Türen / 16 cm (nur mit Adapterring)
  • 2 x hintere Türen / 13 cm (nur mit Adapterring)
  • 4 x Heckablage / 16 cm (nur mit Adapterring)

Mopf (Bj 97 – 00)

  • 2 x Amaturenbrett / Hochtöner
  • 2 x vordere Türen / 16 cm (nur mit Adapterring)
  • 2 x hintere Türen / 13 cm (nur mit Adapterring)
  • 2 x Heckablage / 16 cm (nur mit Adapterring)

Nicht alle Wagen haben in den hinteren Türen Ausschnitte für Lautsprecher! Für den nachträglichen Einbau bzw. die Aufrüstung sind auf jeden Fall Adapterringe nötig.

Standardaufbau einer Hifianlage

  • 16cm 2-Wege-Frontsystem
  • 16cm Coax-Rearfill in der Heckablage, oder soweit vorhanden die Serien-LS
  • Subwoofer
  • 4-Kanalendstufe

An die Kanäle 1+2 wird das Frontsystem angeschlossen. Die Kanäle 3+4 werden gebrückt um einen Subwoofer anzutreiben.

Die Hecklautsprecher (Rearfill) werden an das Autoradio angeschlossen.

Die Lautsprecher in den hinteren Türen sind für ein gutes System überflüssig und sollten stillgelegt werden.

Wer es aufwendiger mag, kann die Hecklautsprecher mit an eine Endstufe hängen, das bedeutet aber dann das eine Endstufe mehr gebraucht wird für den Woofer. Das sähe dann in etwa so aus:

Eine 4-Kanalendstufe für Front und Heck. Eine 2-Kanal-Endstufe gebrückt für den Woofer, oder Alternativ eine Monoblock-Endstufe. Mehrere Endstufen werden mit Y-Cinch-Adapter (Aufsplittung eines Signals in zwei Signale) an das Autoradio angeschlossen. Viele Endstufen haben auch einen eingebauten „Y-Adapter“.

Bei dem Einbau von anderen Lautsprechern wird ein Adapterring benötigt (Vormopf und Mopf). Das gilt sowohl für die Front als auch für das Heck. Ein Hersteller wäre hier z.B. Dietz. Die Adapterringe für Front und Heck sind unterschiedlich! Wobei die Adapterrringe jeweils bei Vormopf und Mopf passen.

Subwoofer

Es gibt 3 Gehäusetypen bei Subwoofern: Geschlossen, Bassreflex (BR) und Bandpass (BP). Während man einen geschlossenen, bzw. einen BR durchaus auch als Laie selber fertigen, kann, ist das beim BP nur sehr bedingt möglich.

Nicht alle Chassies sind für alle Gehäusetypen geeignet.

Grundsätzliche Eigenarten der Gehäusetypen (nur zur groben Orientierung!):

Geschlossen:

  • kleine Gehäusevolumen
  • keine Öffnungsgeräusche
  • hohe Nennbelastbarkeit in allen Frequenzbereichen
  • ausgezeichnete Klangqualität

Bassreflex:

  • höhere Durchschnittsleistung als geschlossene Gehäuse
  • Abstimmfrequenz kann durch Portänderung angepasst werden
  • tiefes Bassverhalten bei geringerem Kraftbedarf
  • hohe Leistung bei beschränkter Kraft

Bandpass:

  • siehe BR aber insgesamt Träger

Auch ein Woofer sollte grundsätzlich zur Probe gehört werden. Nicht jeder Woofer ist für jede Art von Musik geeignet. Über den Daumen gepeilt kann man sagen:

Schnelle Musik: Geschlossen oder einen schnellen BR
Langsame Musik: Geschlossen, BR oder BP
Tiefenbassmusik: BR oder BP

Allgemeines zum Einbau

Es empfiehlt sich die LS-Kabel neu zu verlegen. Dazu kann man 2,5 mm2-LS-Kabel verwenden. Dünnere tun es auch, kosten aber nicht weniger, außerdem sind die 2,5 mm2 besser zu verlegen (sind stabiler und lassen sich so besser durch enge Öffnungen schieben). Für Woofer sollte man min. 4 mm2 verwenden. Die Endstufe lässt sich im Kofferraum unter die Heckablage schrauben, in die Wechsler-Mulde rechts setzen, oder in die Reserveradmulde einbauen. Bitte dabei beachten das die Endstufe keinen direkten Kontakt zur Karosserie hat (über Schrauben usw.). Strom zapft man von der Batterie ab. Wichtig ist die Sicherung nicht zu vergessen, max. 30 cm nach der Batterie, sonst gibt es u. U. Ärger mit der Versicherung falls der Wagen deswegen abbrennen sollte. Als Mindestquerschnitt sollte man 10 mm2 wählen, besser 20 mm2, dann hat man noch eine Reserve fürs spätere aufrüsten. Hier ist auf jeden Fall die Bedienungsanleitung der Endstufe zu lesen, auch im Bezug auf die Sicherungsgröße.

Kickbässe

Sie dienen zum Verstärken des Frequenzbereiches 80-250 Hz. Dadurch bekommt man einen präziseren Bass im Wagen da die 16er nicht so träge sind wie ein Woofer. Da die Kickbässe nur einen begrenzen Frequenzbereich spielen, müssen diese immer mit einem „richtigen“ Frontsystem verbaut werden. Sonst macht die Sache keinen Sinn da Frequenzbereiche fehlen. Für den Betrieb benötigt man separate Kickbassweichen.

Cinchkabel

Am Kabel nicht sparen. Die 5 EUR Teile vom Grabbeltisch bringen meist nur Ärger. Zu empfehlen wären z.B. die Kabel von Zealum. Es gibt auch 4- oder 6-Kanal-Cinchkabel die genau so dick sind wie ein 2-Kanal-Kabel.

LiMa-Pfeifen

Sollte die Lichtmaschine beim Klang mitmischen, ist beim Einbau was nicht optimal gelaufen. Als erstes sollte man mal das Cinchkabel Außen verlegen, also Fenster auf, Kabel durch und dann Außen herum in die Endstufe. Wenn kein Pfeifen mehr auftritt, muss man einfach einen Weg im Wagen suchen bis das Problem behoben ist. Der Weg durch die Mitte z. B. Grundsätzlich gilt, alles was Magnetfelder erzeugt, beim Weg durch den Wagen meiden, also alle Stromkabel mit großem Querschnitt, bzw. Ansammlungen von dünneren Stromkabeln. Sollte Außen herum trotzdem noch ein LiMa-Pfeifen zu hören sein, sollte man versuchen alle Geräte an einen Massepunkt anzuschließen.

Komponenten

Nicht jedes LS-System harmoniert auch mit jeder Endstufe. Deswegen sollte man die Teile vor dem Kauf mal gehört haben, sonst kann es zu unangenehmen Überraschungen kommen! Beispiel: Es gibt Metallhochtonkalotten und Gewebehochtonkalotten bei Hochtönern, die Metallkalotten klingen durch ihr steiferes Fertigungsmaterial immer heller als Gewebekalotten. Zusammen mit einer hellen Endstufe kann das zu einem sehr „schrillen“ Ergebnis im Hochtonbereich führen. Aus diesem Grund sollte man, wenn es möglich ist. Lautsprecher-Endstufenkombinationen vor dem Kauf probehören. Es macht auch kein Sinn sich ein teures LS-System zu kaufen um das dann am Radio zu betreiben! Die meisten Radioendstufen sind mit höherwertigen LS überfordert. Grundsätzlich sollte die Endstufe ein wenig mehr Leitung haben als die LS/Woofer verkraften. Hier ist die Gefahr geringer das man die LS/Woofer abschießt. Zumindest schliesst man so das beschädigen der LS durch so genanntes Clipping der Endstufe aus. Das sind alles nur allgemeine Tipps, im Zweifel gilt: Einen Fachmann fragen oder Probehören!

D2B – Digital-Domestic-Bus

Was ist D2B

Der Name D2B steht für Digital-Domestic-Bus. Es handelt sich dabei um ein offenes, ringförmiges Anschlußsystem, welches von Phillips entwickelt wurde und von Becker dann auch mit der Einführung des Lichtleiters zur Serienreife geführt wurde.

Die Übertragungsrate des D2B Systems liegt bei 4,9 MBit/s. Eine CD hat z.B. 1,4 MBit/s. Der große Vorteil liegt in der Übertragung via Lichtleiter, was eine Anfälligkeit wie sie bei der „normalen“ analogen Signalführung über Drähte gegen Null gehen lässt. Zusätzlich bietet D2B eine sehr einfache Installation, da es sich um ein Ringsystem handelt. Es bedarf theoretisch nur eines neuen Gerätes, das in das Lichtleiterkabel des Ringes eingeschleift wird und zusätzlich mit Strom versorgt werden muß.

Welche Geräte unterstützen D2B?

Becker brachte seinerzeit ein ganzes Programm an D2B Geräten auf den Markt, das eigentlich später noch ausgebaut werden sollte. Dabei handelte es sich um:

  • CD-Radio Solitude 2239
  • Kassetten-Radio Solitude 2039
  • 6fach-Wechsler Silverstone 2662
  • 4-Kanal-Verstärker Energy 350

Mercedes verwendet, bei seinen OEM-Radios auch wenn sie nicht von Becker sind, ebenfalls das D2B-Bussystem bei unter anderem folgenden Geräten:

  • Audio 10 CD/CC, Audio 30 usw…
  • APS 30 usw…. (nicht APS 2,3,4)
  • Comand
  • CD-Wechsler MC3010, MC3111, MC3198

4-Kanal-Verstärker Energy 350

Hier handelt es sich um eine 4-Kanal Endstufe, die keinen herkömmlichen Eingang besitzt, was eine Ansteuerung mittels D2B unbedingt erforderlich macht! Was den Verstärker so besonders auszeichnet, ist der verbaute DSP (Digitaler Signalprozessor). Er erlaubt es via PC Anschluß über die serielle RS-232 Schnittstelle folgende Funktionen einzustellen:

  • Aktivweiche für jedes Kanalpaar mit 12db/Oktave als HP/TP zwischen 30 und 500 Hz
  • Laufzeitkorrektur mit für alle Kanäle einstellbarem Hörabstand von 1 cm bis 5 m
  • automatische Messung der Lautsprecherimpedanz
  • graphischer 7-Band Equalizer mit festen Frequenzen und Regelbereich von +12 bis -18 dB
  • parametrischer Equalizer mit vier frei einstellbaren Frequenzen
  • Raumklangsimulatuionen mit festen Programmen und 6 freien Speicherplätzen
  • frei programmierbare Dynamikkompression
  • Anzeige der Bordspannung

Wechslersteuerungen

Folgende Geräte haben keine Wechslersteuerung:

  • Classic CC
  • Special CD

An folgende Geräte kann ein Wechsler angeschlossen werden:

  • Special CC (Alpine MBus)
  • Exquisit CC (Alpine MBus)
  • APS 2 (Alpine MBus)
  • APS 4 (Alpine MBus)

Passende Wechsler sind: MC3194 / MC 3196 / MC 3296

  • Audio 10 CC (D2B-Bus)
  • Audio 10 CD (D2B-Bus)
  • Audio 30 CC (D2B-Bus)
  • Audio 30 APS (D2B-Bus)

Passende Wechsler sind: MC3010 / MC3111 / MC3198

Steckerbelegung

Gelber Stecker:

1 = Line-Out hinten links
2 = Line-Out hinten rechts
3 = NF Masse
4 = Line-Out vorne links
5 = Line-Out vorne rechts
6 = Schaltspannung (Remote)

Grüner Stecker:

7 – 12 = herstellerspezifische Belegung (z.B. Display /Lenkrad-FB)

Blauer Stecker:

13 – 20 = herstellerspezifische Belegung (z. B. CD-Wechsler / Audio in)

Brauner Stecker:

1 = Lautsprecher rechts hinten (+)
2 = Lautsprecher rechts hinten (-)
3 = Lautsprecher rechts vorne (+)
4 = Lautsprecher rechts vorne (-)
5 = Lautsprecher links vorne (+)
6 = Lautsprecher links vorne (-)
7 = Lautsprecher links hinten (+)
8 = Lautsprecher links hinten (-)

Roter Stecker:

1 = Tacho-Impuls (für geschwindigkeitsabhängige Lautstärke oder Navigation (je nach Hersteller))
2 = Telefon-Stummschaltung (je nach Hersteller)
3 = Telefon-Stummschaltung (je nach Hersteller)
4 = Dauerplus +12V (Klemme 30)
5 = Schaltspannung für Antenne oder Verstärker (Remote)
6 = Armaturenbrettbeleuchtung (Klemme 58 )
7 = geschaltetes Plus (Klemme 15, über Zündschloss)
8 = Masse (Klemme 31)

Trackbacks/Pingbacks

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